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Durchgangslager 121 Pruszków. Eine Expertise zu...
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Die Publikation bietet eine detaillierte Untersuchung des Dulag 121 in Pruszków, des größten Durchgangslagers, das während und nach dem Warschauer Aufstand vom 1. August bis 3. Oktober 1944 errichtet wurde. Dieses Lager diente als Hauptsammelpunkt für die vertriebene Bevölkerung Warschaus und der umliegenden Regionen. Die Studie wurde in den Jahren 2020 bis 2021 auf Initiative des Dulag-121-Museums in Pruszków erstellt, um ehemaligen Lagerinsassen die gesetzlich zustehenden Verfolgtenrechte anzuerkennen. Im Jahr 2022 erschien sie erstmals in Buchform, und nun wird dieses bedeutsame, jedoch weithin unbekannte Thema auch deutschsprachigen Lesern zugänglich gemacht.Kurz nach dem Ausbruch des Aufstandes in Warschau entschlossen sich die deutschen Besatzungsbehörden, eine Evakuierung der Zivilbevölkerung anzuordnen. Hunderttausende wurden gewaltsam auf das Gelände der Bahnausbesserungswerke in der Kleinstadt Pruszków getrieben. Die dort vorherrschenden Bedingungen unterschieden sich kaum von denen in Konzentrationslagern: Die Lebensumstände, der allgegenwärtige Terror und die ständige Gewalt führten zu schweren psychischen und emotionalen Belastungen. Zahlreiche Familien wurden getrennt und viele fanden ihre Angehörigen nie wieder. Von den rund 450.000 in Pruszków internierten Personen wurden 150.000 zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt, während etwa 70.000 in Konzentrationslager gebracht wurden. Auch Minderjährige unter 14 Jahren waren darunter. Die übrigen Hunderttausenden durften nicht nach Warschau zurückkehren und wurden in andere Gebiete des Generalgouvernements geschickt, während Warschau zerstört wurde.Die Verfasserin der Expertise hat umfassend die vorhandene Fachliteratur und das zugängliche Quellenmaterial, einschließlich der deutschen Dokumentation, analysiert. Dies ermöglichte es ihr, überzeugende Argumente für die Anerkennung von Verfolgtenrechten für die Überlebenden des Lagers zu formulieren. Diese Rechte wurden nach der Expertise im Jahr 2021 von der polnischen Regierung gewährt. Nun als Buch veröffentlicht, richtet sich die Studie an Historiker und andere Interessierte, die sich mit der Gesetzgebung für Kriegsopfer befassen, und stellt einen wesentlichen Beitrag zur fortlaufenden Erforschung der Schicksale ziviler Opfer des Zweiten Weltkrieges dar.
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Die Publikation bietet eine detaillierte Untersuchung des Dulag 121 in Pruszków, des größten Durchgangslagers, das während und nach dem Warschauer Aufstand vom 1. August bis 3. Oktober 1944 errichtet wurde. Dieses Lager diente als Hauptsammelpunkt für die vertriebene Bevölkerung Warschaus und der umliegenden Regionen. Die Studie wurde in den Jahren 2020 bis 2021 auf Initiative des Dulag-121-Museums in Pruszków erstellt, um ehemaligen Lagerinsassen die gesetzlich zustehenden Verfolgtenrechte anzuerkennen. Im Jahr 2022 erschien sie erstmals in Buchform, und nun wird dieses bedeutsame, jedoch weithin unbekannte Thema auch deutschsprachigen Lesern zugänglich gemacht.Kurz nach dem Ausbruch des Aufstandes in Warschau entschlossen sich die deutschen Besatzungsbehörden, eine Evakuierung der Zivilbevölkerung anzuordnen. Hunderttausende wurden gewaltsam auf das Gelände der Bahnausbesserungswerke in der Kleinstadt Pruszków getrieben. Die dort vorherrschenden Bedingungen unterschieden sich kaum von denen in Konzentrationslagern: Die Lebensumstände, der allgegenwärtige Terror und die ständige Gewalt führten zu schweren psychischen und emotionalen Belastungen. Zahlreiche Familien wurden getrennt und viele fanden ihre Angehörigen nie wieder. Von den rund 450.000 in Pruszków internierten Personen wurden 150.000 zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt, während etwa 70.000 in Konzentrationslager gebracht wurden. Auch Minderjährige unter 14 Jahren waren darunter. Die übrigen Hunderttausenden durften nicht nach Warschau zurückkehren und wurden in andere Gebiete des Generalgouvernements geschickt, während Warschau zerstört wurde.Die Verfasserin der Expertise hat umfassend die vorhandene Fachliteratur und das zugängliche Quellenmaterial, einschließlich der deutschen Dokumentation, analysiert. Dies ermöglichte es ihr, überzeugende Argumente für die Anerkennung von Verfolgtenrechten für die Überlebenden des Lagers zu formulieren. Diese Rechte wurden nach der Expertise im Jahr 2021 von der polnischen Regierung gewährt. Nun als Buch veröffentlicht, richtet sich die Studie an Historiker und andere Interessierte, die sich mit der Gesetzgebung für Kriegsopfer befassen, und stellt einen wesentlichen Beitrag zur fortlaufenden Erforschung der Schicksale ziviler Opfer des Zweiten Weltkrieges dar.
